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Hallo! Schön, dass Sie sich für unseren Sport, Kanu-Freestyle, interessieren. Sicherlich werden Sie sich fragen, was das eigentlich ist. Der Name sagt eigentlich recht wenig aus, und doch genügend um zu erfahren, dass es beim Freestyle weniger um strenge Regeln und Gesetze geht. Dies ist das wohl wichtigste, denn Freestyle wird, wie auch andere Kanusportarten (z.B. Slalom oder Wildwasser-abfahrt) zwar im Wildwasser ausgeübt, doch gibt es nur eine wirklich wichtige Regel: Spaß haben!
Kanu-Freestyle hieß ehemals Kanu-Rodeo. Dieser Name entstand, weil die ersten "Freestyler" (häufig vom "Stangen-fahren" gelangweilte Slalomfahrer) versuchten, mit damals noch annähernd 4 Meter langen Booten möglichst lange in Wellen oder Walzen zu bleiben, ohne dabei die Kontrolle über das Boot zu verlieren. Da dies dem Ziel beim Rodeo, nämlich auf dem bockenden Stier zu bleiben, ähnlich ist, hieß die Sportart zu Anfang "Kanu-Rodeo". Als immer mehr Sportler anfingen, nicht mehr nur in der Welle zu bleiben, sondern mit immer kürzeren Booten auch immer komplexere Bewegungen (in der Fachsprache sogenannte "Moves") auszuüben, wurde die Sportart umbenannt in "Kanu-Freestyle", auch um die Popularität zu steigern. Dies ist gelungen. Kanu-Freestyle erfährt seit zwei-drei Jahren einen hohen Zuwachs an Sportlern und gewinnt langsam an Organisationsstruktur. In Deutschland werden daher Nord-, Süd- und Gesamtdeutsche Meisterschaften ausgetragen. Es gibt außerdem Welt- und Europameisterschaften.
In Norddeutschland ist Kanu-Freestyle immer noch nicht sehr populär. Allzu häufig kommt es vor, dass wir in Hildesheim an der Bischofsmühle trainieren (Training ist bei uns immer eine "Session") und nach einer Serie komplexer Moves dann Applaus für das Hochrollen ernten, was für uns das gleiche ist wie für einen Wanderpaddler ein Bogenschlag...
Freestyler zeichnen sich eigentlich immer durch ihr lockeres Auftreten auf und am Wasser aus. Auf Freestyle-Events sind abendliche Partys immer angesagt, neben der Walze oder Welle steht immer ein Liegestuhl bereit und das ein oder andere Getränk ist kaltgestellt... Und nach der Session wird gerne mal der Grill angeheizt. Freestyler zeichnen sich auch gerne durch etwas abgedrehte Aktionen aus, die eigentlich immer einen gewissen Unterhaltungsfaktor haben.
Für weitere Informationen im Themenfeld Kanufreestyle empfehlen wir die gute und informative Website des KFT!

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