| Die Eskimorolle |
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| Geschrieben von: Hans-Jürgen Dubiel |
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Seite 1 von 3 Die Eskimorolle - tausendmal probiert, tausendmal ist nichts passiert! Tausend und ein Versuch, und es hat ....
Eines der faszinierendsten Kunststückchen, zumindest für nicht Kanuten, ist das Hochrollen des gekenterten Kanus. Der Anreiz, die Eskimorolle zu lernen, geht sicherlich (auch) auf den ihr zugeschriebenen Wagnis- bzw. Abenteuercharakter zurück. Spätestens wenn es zu einer Kenterung kommt, muss sich der Kanut genau damit befassen. Für die Art und Weise der Auseinandersetzung sind dann die von ihm bereits gemachten Erfahrungen mitbestimmend, also ob er beispielsweise im Rahmen seiner bisherigen Ausbildung mit dem Kentern vertraut gemacht wurde, ob er ein guter oder schlechter Schwimmer ist etc..
Der Kanut wird entweder aussteigen und sich und seine Ausrüstung in Sicherheit zu bringen oder versuchen, durch eskimotieren wieder in die Normallage zu kommen. „Früher war der Grundsatz, nach einer Kenterung sofort das Boot zu verlassen und schwimmend das Ufer zu suchen, allgemeines Gedankengut. Als ich als junger Bursch dagegen aufmüpfte und 1956 nach Kenterung im Salzarechen (damals WW V, heute unterm Stausee verschwunden) eine gekonnte Eskimorolle hinlegte, wurde ich von Kameraden angeredet, wie leichtfertig das gewesen wäre und was alles hätte passieren können, wenn mir die Rolle nicht geglückt wäre“ [BÜCHL 1987, S. 52]. Die Gefahrenabwägung hat sich heutigentags geradewegs umgekehrt. Eine gelungene Rolle stellt in der Tat ein aktives Sicherheitsmoment dar. Es gibt verschiedene Formen, ein gekentertes Kajak aufzurollen. In der Literatur finden sich unterschiedliche Bezeichnungen, je nach Schwerpunkt der Beschreibung variieren die für die einzelnen Techniken verwendeten Begriffe. Allgemein nimmt man die Paddelführung als Differenzierungskriterium, dabei kann zwischen Bogenschlagrolle, Paddelhangrolle und Langer Rolle sowie einer Mischform aus Bogenschlag- und Paddelhangrolle, der Sweep-Roll [vgl. REINHOLD 1998, S.45] unterschieden werden. In Abgrenzung dazu muss die Handrolle genannt werden, bei der auf das Paddel gänzlich verzichtet wird. Sie kann außerdem beidhändig oder einhändig ausgeführt werden [vgl. DUTKY 1998, S. 61 u. S. 72].
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. Januar 2009 um 03:14 Uhr |



